Wo man hinblickt, überall Öko-Labels. Der Joghurt, das Shampoo, Ihre neue Jeans, der Rasenmäher und sogar Ihr neues Auto, alle tragen sie ein (mal mehr und mal minder glaubwürdiges) Siegel, dass ihnen bescheinigt, die Umwelt zu schonen.

Vor 300 Jahren schuf der Oberberghauptmann Carl von Carlowitz mit seiner “Sylvicultura oeconomica” ein Werk zur nachhaltigen Forstwirtschaft. Dieses Werk – dessen vollständiger Titel die ganze Seite befüllen würde – ist bis heute prägend für das Verständnis eines all zu häufig missbräuchlich verwendeten Begriffs: Nachhaltigkeit.

Brennholz, als Produkt der Forstwirtschaft, ist unweigerlich eng mit diesem Begriff und dem dahinterstehenden Konzept verbunden. Die These des Herrn von Carlowitz besagt in diesem Zusammenhang schlicht, dass stets so viel Holz aufgeforstet werden muss, wie zuvor dem Wald entnommen wurde.

Wer sein Brennholz aus deutschen Wäldern bezieht, kann sich sicher sein, dass er auch ohne explizite Zertifizierung ein ökologisch nachhaltiges Produkt erhält. Der Kauf von deutschem Brennholz ist nachhaltig, und das ganz ohne ein besonderes Label. Auf die Regeneration der deutschen Wälder wird penibel geachtet. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die mit 3,7 Milliarden Kubikmetern an Holzvorräten in deutschen Wäldern, ein neues Rekordniveau ausweisen. Von den 120 Millionen Kubikmetern Holz, die jährlich nachwachsen, werden nur etwa 75 bis 84 Millionen abgeholzt.